Ethikberater

Unser interner Ethikberater arbeitet in verschieden Bereichen unseres Krankenhauses.

Ein Bereich ist die Einzelfallbesprechung als „Ethikkonsil“ oder auch ethische Fallbesprechungen. Dabei ist er nicht derjenige der die Entscheidungen fällt, sondern der Moderator der die beteiligten Gruppen im Gespräch begleitet, Konflikte (besonders natürlich ethische) aufzeigt und die Beteiligten zu einer bestmöglich ethisch begründbaren und für alle tragbaren Lösung führt.

Ausgehend von Einzelfällen oder von Hinweisen der Mitarbeiter, Patienten, Angehörigen oder anderen Personen auf wiederkehrende ethische Probleme wirkt er bei der Erstellung von Leitlinien und Handlungsempfehlungen mit, die zur Lösung dieser Probleme beitragen sollen.

Er ist an der Fort- und Weiterbildung des Personals und der freiwilligen Helfer beteiligt um auf allen Ebenen der Klinik Kompetenz in ethischen Fragestellungen zu vermitteln.

Wie läuft eine Ethikberatung ab?

Kommt es bei einem konkreten Behandlungsfall zu einem ethischen Konflikt, analysieren wir mit allen Beteiligten die Situation und moderieren das gemeinsame Gespräch mit dem Ziel einer einvernehmlichen Lösung. Wir informieren über aktuelle, für die konkrete Behandlung wichtige ethische Richtlinien.

Die Ethikberatung findet als fallbezogene Teambesprechung auf der Station statt. Es nehmen alle teil, die an der Behandlung und Pflege des Patienten/der Patientin beteiligt sind.

Wir helfen dabei, die Situation in all ihren Auswirkungen zu überdenken und eine Entscheidung zu finden. Wir moderieren das gemeinsame Gespräch. Zu Beginn werden nochmals alle relevanten medizinischen, pflegerischen und sozialen Aspekte dargelegt. Anschließend wird die ethische Frage formuliert, die in der Beratung diskutiert werden soll.

Alle Beteiligten äußern dazu ihre Meinungen, Einsichten und Haltungen. Am Ende wird ein gemeinsames Fazit gezogen. Alle Beteiligten unterliegen der Schweigepflicht.

Was kann eine Ethikberatung nicht leisten?

In der Ethikberatung wird nicht über die medizinische Qualität der Behandlung geurteilt. Die bestmögliche
medizinische Versorgung wird als selbstverständlich vorausgesetzt.

Die Verantwortung kann nicht delegiert werden. Sie verbleibt bei den jeweils Verantwortlichen des
ärztlichen oder pflegerischen Teams.