Sprechstunde bei chronischen Wunden

Immer dienstags bieten wir

von 9 Uhr bis 11 Uhr

eine spezielle Sprechstunde für Patienten mit chronischen Wunden an.
Diese findet in den Räumen der chirurgischen Ambulanz statt.

Terminvereinbarung bitte unter Telefon 0911 5699-405 (auch für elektive Patienten).

 

Modernes Wundmanagement

In unserer Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie wird ein modernes Wundmangement zur Versorgung chronischer und sekundär heilender Wunden angeboten. Speziell ausgebildetes ärztliches und pflegerisches Personal führt die Wundbehandlung nach neuesten Erkenntnissen und Empfehlungen durch.

Im Rahmen der hausinternen Qualitätssicherung wird bei Beginn der Therapie eine Wundanamnese, Wunddokumentation inkl. Fotodokumentation angelegt und das Therapieziel festgelegt. 

Der Therapieverlauf wird standardisiert dokumentiert und im Bedarfsfall die Therapie angepasst oder geändert. Mit der Qualitätssicherung ist gewährleistet, dass die Prozesse der Situation angepasst  geplant, gelenkt, überprüft und ständig verbessert werden können.

Behandlungsspektrum:

  • Chronische Wunden
  • Venöses Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris venosum)  
  • Arterielles Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris arteriosum)  
  • Diabetisches Fußsyndrom (DFS)  
  • Decubitus (=Druckgeschwür) bei Immobilität und Lagerungsproblemen  
  • Ulzerierte Tumoren    


Sekundär heilende Wunden (Wundheilungsstörungen, infizierte Wunden)  

Therapieverfahren:

  • Das Ziel der Behandlung ist die Verkürzung der Behandlungsdauer, eine Verbesserung der Beweglichkeit  und der Lebensqualität des Patienten. Mit einer konsequenten Therapie können auch über Jahre bestehende chronische Wunden zur Ausheilung gebracht werden.

  • Der wichtigste Schritt in der modernen Wundbehandlung ist die radikale Entfernung des erkrankenden Gewebes (Debridement). Dabei wird der bestehende Defekt der Haut und des Unterhautgewebes operativ entfernt oder das sogenannte autolytische Débridement mit Einlage von Hydrogel, Alginat  zur Verbesserung der Wundheilung im Wundgrund.

  • Es folgt eine der Wunde angemessenen Verbandstechnik. Hier werden traditionelle und moderne Behandlungsverfahren verwendet: Mullkompressen, Vlieskompressen, Saugkompressen mit beschichteten Distanzgittern. Diese traditionellen Wundverbände verhindern ein Verkleben der Wunde.

  • Vakuum-Saugverbände: Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,  dass ein Schwamm in den Wundgrund eingelegt wird, der mit einer luftdichten Folie abgeklebt wird. Anschließend wird über den Schwamm ein Vakuum angelegt über das das anfallende Wundsekret in einen Behälter aufgefangen wird. Durch diesen mechanischen Reiz des Wundgebietes kommt es zu einer Wundreinigung und Wundkonditionierung mit deutlich schnelleren Granulation des Wundgrundes und folglich einer raschen Verkleinerung der Wundoberfläche. Diese Therapieform wird durch den Einsatz von unterschiedlichen Schwammkonfigurationen weiterentwickelt.  

  • Bei langwierig und schwer heilenden Wunden kann es notwendig werden, die Vakuumtherapie nach dem stationären Aufenthalt fortzuführen. Aufgrund einer engen Zusammenarbeit mit dem Hersteller des Vakuumpumpensystemes und speziell geschulten ambulanten Wundzentren stellen wir eine Überleitung in den ambulanten Sektor nach Kostenabklärung bei den Krankenkassen sicher und gewährleisten eine ambulante Weiterversorgung mit der Vakuum-Therapie.

  • Eine enge Zusammenarbeit ist an unserem Haus mit  Kollegen der ästhetischen und plastischen Chirurgie vorhanden, so dass bei Problemfällen konsiliarisch die Möglichkeit einer plastisch-chirurgischen Versorgung beseht.

  • Chronische Wunden bzw. Wundheilungsstörungen sind häufig Folge von Durchblutungsstörungen. In Zusammenarbeit mit spezialisierten Abteilungen des
    St. Thersesien- Krankenhauses ist eine weiterführende Diagnostik des Blutgefäßsystems möglich, um gegebenenfalls Therapiemaßnahmen zur Durchblutungsförderung einzuleiten.